Frühjahrsgutachten: Konjunkturforscher erhöhen Wachstumsprognose für 2015

In ihrem Frühjahrsgutachten haben die führenden deutschen Wirtschaftsinstitute ihre Gesamtjahresprognose für das deutsche Wirtschaftswachstum erhöht. Der niedrige Ölpreis und der schwache Euro dürften die Konjunktur weiter antreiben.

Die deutschen Wirtschaftsinstitute haben ihre gemeinsame Wachstumsprognose für die heimische Wirtschaft 2015 angehoben. Sie rechnen demnach im Gesamtjahr mit einer Wirtschaftsleistung von 2,1 Prozent, wie das federführende Ifo Institut am Donnerstag bekanntgab.

Im Herbst vergangenen Jahres hatten die Wissenschaftler für dieses Jahr noch ein Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent prognostiziert. Hintergrund für die neue Erwartung seien der niedrige Ölpreis sowie der schwache Euro, der die Exporte anschiebe, so Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser in einer Pressemeldung.

Für 2016 gehen die Forscher des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), des Ifo Instituts sowie des Rheinisch‐Westfälisches Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) von einem Wachstum von 1,8 Prozent aus.

Auch der deutsche Arbeitsmarkt dürfte sich nach Ansicht der Institute weiter verbessern. In diesem Jahr erwarten sie einen Rückgang der Arbeitslosenquote auf 6,3 Prozent von 6,7 Prozent. 2016 sollte diese sogar weiter auf 5,9 Prozent sinken. Die Verbraucherpreise legen nach Schätzung der Experten 2015 um lediglich 0,5 Prozent und im kommenden Jahr um 1,3 Prozent zu.

Für die Leistungsbilanz rechnen die Ökonomen mit einem neuen Rekordwert. Demnach steigt der deutsche Überschuss auf 256 Milliarden Euro – oder 8,5 Prozent der Gesamtjahreswirtschaftsleistung. Für 2016 sagen sie ein Leistungsbilanzplus von 266 Milliarden Euro voraus.

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